Berechne mit der Arrhenius-Gleichung $ k = A \cdot e^{-E_a / (R \cdot T)} $ die Geschwindigkeitskonstante k, den präexponentiellen Faktor A, die Aktivierungsenergie Ea oder die Temperatur T – einfach die gesuchte Größe leer lassen. Der Rechner rechnet automatisch zwischen Einheiten um (kJ/mol, J/mol, K, °C) und zeigt, wie stark die Reaktionsgeschwindigkeit von der Temperatur abhängt.
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Die Arrhenius-Gleichung beschreibt, wie stark die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion von der Temperatur abhängt. Schon kleine Temperaturerhöhungen können eine Reaktion deutlich beschleunigen.
Der Grund dafür ist die Aktivierungsenergie Ea: nur Teilchen mit ausreichend Energie können die Reaktionsbarriere überwinden. Je höher die Temperatur, desto mehr Teilchen erreichen diese Energie.
Grundformel
$$ k = A \cdot e^{-E_a / (R \cdot T)} $$
Geschwindigkeitskonstante (k)
k beschreibt, wie schnell eine Reaktion bei gegebener Temperatur abläuft. Je größer k, desto schneller die Reaktion.
Präexponentieller Faktor (A)
A (auch Frequenzfaktor genannt) hängt mit der Stoßhäufigkeit und der räumlichen Ausrichtung der Teilchen zusammen. Er ist näherungsweise temperaturunabhängig.
Aktivierungsenergie (Ea)
Ea ist die Energiebarriere, die überwunden werden muss, damit eine Reaktion abläuft. Je höher Ea, desto empfindlicher reagiert k auf Temperaturänderungen.
Temperatur (T)
T ist die absolute Temperatur in Kelvin, bei der die Reaktion abläuft.
Achtung bei den Einheiten von k und A
k und A haben je nach Reaktionsordnung unterschiedliche Einheiten (z.B. 1/s bei 1. Ordnung, l/(mol·s) bei 2. Ordnung). Der Rechner rechnet hier nichts um – wichtig ist nur, dass du k und A in derselben Einheit einträgst, dann kürzt sie sich in k/A ohnehin heraus.
Je nachdem, welche Größe gesucht ist, wird die Formel entsprechend umgestellt:
Nach A auflösen
$ A = \dfrac{k}{e^{-E_a / (R \cdot T)}} $
Wird verwendet, wenn k, Ea und T bekannt sind.
Nach Ea auflösen
$ E_a = -R \cdot T \cdot \ln(k/A) $
Wird verwendet, wenn k, A und T bekannt sind.
Nach T auflösen
$ T = \dfrac{-E_a}{R \cdot \ln(k/A)} $
Wird verwendet, wenn k, A und Ea bekannt sind. Achtung: bei k = A ist T nicht bestimmbar (Ea = 0 für jede Temperatur).
Zwei Beispiele zeigen, wie du je nach gesuchter Größe rechnest.
Eine Reaktion hat A = 5·10¹³ 1/s und Ea = 75 kJ/mol bei T = 298 K. Wie groß ist k?
Gegeben
A = 5·10¹³ 1/s, Ea = 75000 J/mol, T = 298 K
Lösung
k = A · e^(−Ea / (R·T))
k = 5·10¹³ · e^(−75000 / (8,314 · 298)) = 5·10¹³ · e^(−30,28) ≈ 3,57 1/s
k ≈ 3,57 1/s
Bei T = 300 K wurde k = 2,0·10⁻⁴ 1/s gemessen, mit A = 1·10¹² 1/s. Wie groß ist Ea?
Gegeben
k = 2,0·10⁻⁴ 1/s, A = 1·10¹² 1/s, T = 300 K
Lösung
Ea = −R·T·ln(k/A)
Ea = −8,314 · 300 · ln(2,0·10⁻¹⁶) ≈ −8,314 · 300 · (−36,15) ≈ 90170 J/mol
Ea ≈ 90,2 kJ/mol
k und A in unterschiedlichen Einheiten
Da k und A hier nicht umgerechnet werden, führen unterschiedliche Einheiten (z.B. k in 1/s, A in 1/min) zu falschen Ergebnissen. Beide immer in derselben Einheit angeben.
Temperatur in °C statt Kelvin
Für die Formel wird immer die absolute Temperatur in Kelvin benötigt, nicht in Grad Celsius. Vergiss nicht, 273,15 zu addieren.
Ea in kJ/mol statt J/mol in die Formel eingesetzt
Da R in J/(mol·K) angegeben ist, muss Ea in J/mol eingesetzt werden. Der Rechner übernimmt diese Umrechnung automatisch, bei Rechnungen von Hand aber selbst beachten.
Die Arrhenius-Gleichung ist zentral für die Reaktionskinetik: