Verdünnungsrechner & Mischungsrechner

Berechne Konzentration oder Volumen beim Verdünnen und Mischen von Lösungen mit der Verdünnungsformel c₁·V₁ = c₂·V₂. Der Rechner ermittelt c₁, c₂, V₁ oder V₂ automatisch.

Verdünnungsrechner

Suchst du stattdessen nur Konzentration, Stoffmenge, Masse oder Volumen einer einzelnen Lösung? Zum Konzentrationsrechner.

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Wie funktioniert Verdünnen und Mischen?

Was passiert beim Verdünnen und Mischen?

Gießt man Wasser zu einer Salzlösung, wird sie verdünnter – die Salzmenge bleibt gleich, nur das Volumen wird größer. Lässt man Wasser verdunsten, wird die Lösung konzentrierter, weil dieselbe Salzmenge jetzt in weniger Volumen steckt.

In beiden Fällen ändert sich also nicht die Stoffmenge des gelösten Stoffs, sondern nur das Verhältnis von Stoffmenge zu Volumen – also die Konzentration. Genau dieser Zusammenhang steckt in der Formel c₁·V₁ = c₂·V₂.

Die vier Größen im Überblick

Ausgangskonzentration (c₁)

Die Konzentration der Lösung, bevor du verdünnst oder mischst.

Ausgangsvolumen (V₁)

Das Volumen der Lösung mit der Ausgangskonzentration c₁.

Zielkonzentration (c₂)

Die Konzentration, die die Lösung nach dem Verdünnen oder Aufkonzentrieren haben soll.

Zielvolumen (V₂)

Das Gesamtvolumen der Lösung, nachdem sie auf die Zielkonzentration gebracht wurde.

Da die Stoffmenge n beim Verdünnen konstant bleibt, gilt n = c₁·V₁ = c₂·V₂. Kennst du drei der vier Größen c₁, V₁, c₂, V₂, lässt sich die vierte direkt berechnen.

Die Formel: c₁ · V₁ = c₂ · V₂

Diese Formel beschreibt, dass die Stoffmenge vor und nach dem Verdünnen oder Mischen gleich bleibt.

Grundformel

c₁ · V₁ = c₂ · V₂

Egal ob du Wasser zugibst (Verdünnen) oder entziehst (Aufkonzentrieren) – solange kein gelöster Stoff hinzugefügt oder entfernt wird, gilt diese Beziehung.

Nach jeder der vier Größen umstellen

Da vier Größen in einer Gleichung stehen, kannst du nach jeder Einzelnen auflösen, sobald die anderen drei bekannt sind.

Ausgangsvolumen berechnen (V₁ gesucht)

V₁ = (c₂ · V₂) / c₁
Verwendet, wenn du wissen willst, wie viel konzentrierte Ausgangslösung du für eine bestimmte Zielkonzentration und ein bestimmtes Zielvolumen brauchst.

Ausgangskonzentration berechnen (c₁ gesucht)

c₁ = (c₂ · V₂) / V₁
Verwendet, wenn du prüfen willst, wie konzentriert deine Ausgangslösung mindestens sein muss.

Zielvolumen berechnen (V₂ gesucht)

V₂ = (c₁ · V₁) / c₂
Die häufigste Anwendung: Du hast eine konzentrierte Lösung und willst wissen, auf welches Volumen du sie verdünnen musst, um eine bestimmte Zielkonzentration zu erreichen.

Zielkonzentration berechnen (c₂ gesucht)

c₂ = (c₁ · V₁) / V₂
Verwendet, wenn du wissen willst, welche Konzentration entsteht, wenn du eine bestimmte Menge Lösung auf ein bestimmtes Volumen bringst.

Achtung bei den Einheiten

c₁ und c₂ müssen in derselben Konzentrationsart vorliegen (beide mol/l oder beide g/l), und V₁ sowie V₂ müssen in derselben Volumeneinheit stehen. Sonst verfälscht das dein Ergebnis.

Wenn Stoffmengen- und Massenkonzentration gemischt werden

mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_einleitung

mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_definitionen

  • mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_cmol cmol = n / V (mol/l)
  • mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_cm cm = m / V (g/l)

mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_molaremasse M mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_gilt

$$c_m = c_{\text{mol}} \cdot M$$

$$c_{\text{mol}} = \dfrac{c_m}{M}$$

mischungsrechner_erklärtext_umrechnung_hinweis

Rechenbeispiele

Die folgenden Beispiele zeigen die vier typischen Anwendungsfälle: Verdünnen, Aufkonzentrieren und den Umgang mit Massenangaben.

Beispiel 1 – Wie viel Stammlösung wird benötigt?

Du sollst aus einer 2 mol/l NaCl-Stammlösung 500 ml einer 0,5 mol/l Lösung herstellen. Wie viel Stammlösung benötigst du?

Gegeben

c₁ = 2 mol/l, c₂ = 0,5 mol/l, V₂ = 500 ml = 0,5 l

Gesucht

V₁ = ?

Lösung

$$ V_1 = \dfrac{c_2 \cdot V_2}{c_1} $$

$$ V_1 = \dfrac{0{,}5\ \frac{\text{mol}}{\text{l}} \cdot 0{,}5\ \text{l}}{2\ \frac{\text{mol}}{\text{l}}} $$

V₁ = 0,125 l = 125 ml. Du nimmst also 125 ml der Stammlösung und füllst mit Wasser auf 500 ml auf.

Beispiel 2 – Auf welche Konzentration verdünnt man?

Du verdünnst 20 ml einer 5 mol/l Essigsäure-Lösung mit Wasser auf ein Gesamtvolumen von 200 ml. Welche Konzentration hat die verdünnte Lösung?

Gegeben

c₁ = 5 mol/l, V₁ = 20 ml, V₂ = 200 ml

Gesucht

c₂ = ?

Lösung

$$ c_2 = \dfrac{c_1 \cdot V_1}{V_2} $$

$$ c_2 = \dfrac{5\ \frac{\text{mol}}{\text{l}} \cdot 20\ \text{ml}}{200\ \text{ml}} $$

c₂ = 0,5 mol/l

Beispiel 3 – Aufkonzentrieren durch Eindampfen

Eine Lösung mit 1 l Volumen und einer Konzentration von 0,2 mol/l soll durch Verdampfen von Wasser auf 0,8 mol/l aufkonzentriert werden. Auf welches Volumen muss eingedampft werden?

Gegeben

c₁ = 0,2 mol/l, V₁ = 1 l, c₂ = 0,8 mol/l

Gesucht

V₂ = ?

Lösung

$$ V_2 = \dfrac{c_1 \cdot V_1}{c_2} $$

$$ V_2 = \dfrac{0{,}2\ \frac{\text{mol}}{\text{l}} \cdot 1\ \text{l}}{0{,}8\ \frac{\text{mol}}{\text{l}}} $$

V₂ = 0,25 l = 250 ml. Es müssen also 750 ml Wasser verdampft werden.

Beispiel 4 – Verdünnen mit Massenkonzentration

Eine NaCl-Lösung mit c₁ = 10 g/l soll auf c₂ = 0,171 mol/l verdünnt werden. Wie viel ml der Ausgangslösung sind für 100 ml Zielvolumen nötig?

Gegeben

c₁ = 10 g/l, M(NaCl) = 58,44 g/mol, c₂ = 0,171 mol/l, V₂ = 100 ml

Schritt 1 – c₁ in mol/l umrechnen

$$ c_{1,\text{mol}} = \dfrac{10\ \frac{\text{g}}{\text{l}}}{58{,}44\ \frac{\text{g}}{\text{mol}}} \approx 0{,}171\ \frac{\text{mol}}{\text{l}} $$

Schritt 2 – V₁ berechnen

$$ V_1 = \dfrac{c_2 \cdot V_2}{c_{1,\text{mol}}} $$

$$ V_1 = \dfrac{0{,}171\ \frac{\text{mol}}{\text{l}} \cdot 100\ \text{ml}}{0{,}171\ \frac{\text{mol}}{\text{l}}} $$

V₁ ≈ 100 ml. Da c₁ und c₂ in diesem Beispiel gleich sind, ist keine Verdünnung nötig – das Beispiel zeigt vor allem die Umrechnung zwischen g/l und mol/l.

Tipps und häufige Fehler

Häufige Fehler beim Verdünnen und Mischen

1. Unterschiedliche Konzentrationseinheiten vermischt

c₁ in mol/l und c₂ in g/l direkt in die Formel einzusetzen führt zu falschen Ergebnissen. Rechne zuerst beide auf dieselbe Einheit um, notfalls über die molare Masse M.

2. Volumeneinheiten nicht angeglichen

V₁ in ml und V₂ in l gemeinsam einzusetzen verändert dein Ergebnis um den Faktor 1000. Rechne beide Volumina vor der Berechnung in dieselbe Einheit um.

3. Zielvolumen mit Zugabevolumen verwechselt

V₂ ist das Gesamtvolumen der fertigen Lösung, nicht die Menge Wasser, die du zusätzlich hinzugibst. Willst du wissen, wie viel Wasser hinzukommt, musst du V₁ von V₂ abziehen.

4. Verdünnen mit Vermischen zweier unterschiedlicher Lösungen verwechselt

c₁·V₁ = c₂·V₂ gilt nur, wenn du eine Lösung mit reinem Lösungsmittel verdünnst oder eindampfst. Werden zwei unterschiedlich konzentrierte Lösungen desselben Stoffs zusammengeschüttet, musst du stattdessen die Stoffmengen beider Lösungen addieren: n_gesamt = c₁·V₁ + c₂·V₂.

So geht ihr am schnellsten vor

Schreibt euch zuerst auf, welche drei der vier Größen c₁, V₁, c₂, V₂ gegeben sind. Prüft, ob beide Konzentrationen und beide Volumina jeweils dieselbe Einheit haben, und rechnet erst dann um, bevor ihr einsetzt.

Wo begegnet euch Verdünnen und Mischen im Alltag und im Labor?

Die Formel c₁·V₁ = c₂·V₂ ist eine der am häufigsten verwendeten Formeln in Labor und Praxis:

  • Herstellung von Verdünnungsreihen im Chemie- und Biologielabor
  • Verdünnen von Desinfektionsmitteln und Reinigungskonzentraten auf Anwendungskonzentration
  • Dosierung von Medikamenten, z. B. Verdünnen von Injektionslösungen
  • Herstellung von Getränken und Lebensmitteln, z. B. Verdünnen von Sirup oder Fruchtsaftkonzentrat

Häufig gestellte Fragen zu Verdünnung und Mischung

Wenn du eine Lösung mit Lösungsmittel verdünnst (oder durch Verdampfen konzentrierst), bleibt die Stoffmenge n des gelösten Stoffs exakt gleich – nur Volumen und Konzentration ändern sich. Da vorher wie nachher n = c·V gilt, muss c₁·V₁ gleich c₂·V₂ sein.

Nein, nicht direkt. c₁·V₁ = c₂·V₂ gilt nur, wenn eine einzelne Lösung mit reinem Lösungsmittel verdünnt oder durch Verdampfen konzentriert wird. Mischst du zwei getrennte Lösungen desselben Stoffs mit unterschiedlicher Konzentration, addierst du stattdessen die Stoffmengen: n_gesamt = c₁·V₁ + c₂·V₂, und teilst dann durch das Gesamtvolumen für die neue Konzentration.

Die Formel ist eine direkte algebraische Gleichheit, weshalb unterschiedliche Einheiten einen versteckten Umrechnungsfehler einbauen. Ist c₁ in mol/l und c₂ in g/l, oder V₁ in ml und V₂ in l, weicht das Ergebnis um genau den Faktor ab, der beide Einheiten trennt (z.B. 1000 bei ml vs. l).

Rechne die Massenkonzentration zuerst in eine molare Konzentration um, indem du durch die molare Masse M teilst: c(mol/l) = c(g/l) / M(g/mol). Sobald beide Konzentrationen in mol/l vorliegen, kannst du c₁·V₁ = c₂·V₂ wie gewohnt anwenden.

V₂ ist immer das gesamte Endvolumen der Lösung, nicht nur das zugegebene Lösungsmittel. Willst du wissen, wie viel Wasser hinzuzufügen ist, ziehst du V₁ (das Volumen der verwendeten Ausgangslösung) von V₂ ab.

Ja. c₁·V₁ = c₂·V₂ gilt in beide Richtungen – egal ob das Volumen zunimmt (Verdünnung mit Lösungsmittel) oder abnimmt (Konzentration durch Verdampfen), solange kein gelöster Stoff hinzugefügt oder entfernt wird.