Molmassenrechner

Gib eine chemische Summenformel ein und berechne die molare Masse der Verbindung in g/mol – Grundlage für die Umrechnung zwischen Masse und Stoffmenge.

Molmassenrechner


Lieber Video schauen statt lesen?

Erklärung

Das Mol (Einheitenzeichen: mol) ist die SI-Basiseinheit der Stoffmenge (Formelzeichen: n). Da einzelne Atome und Moleküle eine verschwindend geringe Masse besitzen, fasst man sie in einer definierten Paket-Einheit zusammen: Ein Mol enthält genau 6,022 · 10²³ Teilchen – die sogenannte Avogadro-Konstante (Nₐ). Die molare Masse ist dabei der entscheidende Umrechnungsfaktor zwischen der wägbaren Masse eines Stoffes und seiner Stoffmenge: m = n · M.

Die Masse eines einzelnen Atoms wird in der atomaren Masseneinheit u (auch Dalton, Da) angegeben. Die molare Masse M gibt an, wie viel Gramm ein Mol eines Stoffes wiegt – die Einheit ist g/mol. Da u und g/mol über die Avogadro-Konstante verknüpft sind, sind ihre Zahlenwerte identisch: Ein Wasserstoffatom wiegt 1,008 u, ein Mol Wasserstoffatome wiegt 1,008 g. Den Wert für jedes Element kannst du direkt aus dem Periodensystem ablesen.

Schritt-für-Schritt: Molare Masse berechnen

Die molare Masse M einer Verbindung berechnest du in vier Schritten. Das Ergebnis hat immer die Einheit g/mol.

  • Lies aus der Summenformel ab, welche Elemente enthalten sind und wie oft jedes Atom vorkommt (Indizes).
  • Schlage die molare Masse jedes Elements im Periodensystem nach.
  • Multipliziere die molare Masse jedes Elements mit seiner Anzahl im Molekül.
  • Addiere alle Teilmassen – das Ergebnis ist die molare Masse der Verbindung.
Rechenbeispiele

Die folgenden Beispiele zeigen den vollständigen Rechenweg für vier häufig vorkommende Verbindungen (Atomgewichte nach IUPAC-Standard):

Wasser (H₂O):
2 · 1,01 g/mol (H) + 1 · 16,00 g/mol (O) = 18,02 g/mol

Glucose (C₆H₁₂O₆):
6 · 12,01 g/mol (C) + 12 · 1,01 g/mol (H) + 6 · 16,00 g/mol (O) = 180,18 g/mol

Kohlenstoffdioxid (CO₂):
1 · 12,01 g/mol (C) + 2 · 16,00 g/mol (O) = 44,01 g/mol

Natriumchlorid (Kochsalz) (NaCl):
1 · 22,99 g/mol (Na) + 1 · 35,45 g/mol (Cl) = 58,44 g/mol

Häufig gestellte Fragen zur molaren Masse

Die molare Masse M gibt an, wie viele Gramm ein Mol einer Substanz wiegt (Einheit: g/mol). Bei einer Verbindung addierst du die Atommassen aller Elemente, jeweils multipliziert mit ihrer Häufigkeit in der Formel – z.B. bei H₂O: 2 · 1,008 g/mol (H) + 1 · 16,00 g/mol (O) ≈ 18,02 g/mol.

Zahlenmäßig sind sie identisch: 1 g/mol = 1 Da = 1 u. Da und u werden meist für die Masse eines einzelnen Atoms oder Moleküls verwendet, g/mol dagegen für die Masse eines ganzen Mols (6,022·10²³ Teilchen). Beide Skalen sind über die Avogadro-Konstante miteinander verknüpft, weshalb die Zahlenwerte exakt übereinstimmen.

Proteine und andere Makromoleküle wiegen typischerweise zehntausende bis Millionen Dalton, daher hält kDa (1 kDa = 1.000 Da) die Zahlen übersichtlich. Das ist reine Einheiten-Konvention, keine andere physikalische Größe – 1 kDa entspricht zahlenmäßig weiterhin 1.000 g/mol.

Der Rechner erkennt in der Formel jedes Element und seinen Index (wie oft das Element vorkommt), schlägt die Atommasse jedes Elements nach, multipliziert Atommasse mit Anzahl und addiert alle Teilmassen zur gesamten molaren Masse in g/mol.

Die molare Masse ist der Umrechnungsfaktor zwischen Masse m und Stoffmenge n: m = n · M. Kennst du zwei der drei Größen, lässt sich die dritte berechnen – genau das macht unser Stöchiometrie-Rechner.

Indizes zu übersehen (z.B. H₂O fälschlich mit nur 1 Wasserstoffatom zu rechnen) oder Klammer-Multiplikatoren falsch zu lesen, wie bei Ca(OH)₂, wo die 2 für die gesamte OH-Gruppe gilt (1 O + 1 H), nicht nur für ein Atom. Die Gesamtanzahl jedes Elements muss sorgfältig ermittelt werden, bevor mit der Atommasse multipliziert wird.